Die Geschichte Seattles ist ziemlich bizarr. Es läuft darauf hinaus, dass die heutigen Strassen im Zentrum auf der Höhe des ersten Stocks der Häuser verlaufen und dass es darunter ein Tunnelsystem hat. Tipp 2 ist deshalb: Seattle Underground Tour besuchen. Die Geschichte wird sehr lebendig und spannend von Studenten erzählt; auch wenn wir nicht alle Wortspiele mitbekommen haben, ist es sehr interessant gewesen.
Seattle
Obwohl wir beide schon vor vielen Jahren in Seattle gewesen sind, haben wir nicht gewusst, was uns dort erwartet und was man dort tun könnte. Dank ein paar Tipps von unseren Gastgebern und Leuten, die wir im Fussball-Stadion angetroffen haben, sind wir dann doch einigermassen gut vorbereitet angekommen. Tipp 1: Einen Seattle City Pass kaufen, mit dem man eine Hafenrundfahrt machen, zweimal auf die Space Needle fahren und einige sehr sehenswerte Museen besuchen kann (dazu mehr in den folgenden Blog-Einträgen).
Bahnfahrt nach Seattle



Wir sind mit dem Zug von Vancouver nach Seattle gefahren, weil es eine schöne Strecke ist. Wäre es wohl auch, wenn man nicht rückwärts auf der der Küste abgewendeten Seite fahren würde, aber im Voraus einen Sitzplatz reservieren kann man nicht.
Der Zug sollte um 06:30 abfahren und weil die Passkontrolle für Amerika schon in Vancouver gemacht wird, sollte man eine Stunde vorher beim Bahnhof sein. Wir sind um 05:25 eingetroffen und haben schon eine riesige Warteschlange vorgefunden. Eine Stunde angestanden, alle möglichen Fingerabdrücke abgegeben, eingestiegen und noch einmal 40 Minuten gewartet, bis alle Passagiere durch die Passkontrolle durch waren. Da es auf dieser Strecke nur einen Zug pro Tag gibt, muss man natürlich warten.
Die Fahrt selber ist ganz angenehm, auch wenn es manchmal sehr langsam und wacklig vorwärts geht. Und manchmal auch gar nicht, weil an der Grenze in die USA noch einmal Beamte einsteigen und alle Pässe kontrollieren. Da loben wir uns das effiziente Bahnsystem und die Schengenzone in Europa…
SkyTrain
Tandem-Tour
In der Nähe des Stanley Parks kann man sich Velos – oder in unserem Fall logischerweise ein Tandem – mieten und die rund 40 km abgetrennten Radwege rund um die Innenstadt und den Stanley Park abradeln. Man muss dazu nicht einmal besonders fit sein und deshalb steht dies ganz weit oben auf unserer «Dinge, die man in Vancouver unbedingt tun sollte»-Empfehlungsliste.
Da wir unterwegs alle paar hundert Meter einen Cache gesucht und auf Granville Island einen Essens- und Shopping-Stop eingelegt haben, haben wir auf diesem Ganztagesausflug schliesslich «nur» etwa 33 km auf dem Tandem zurückgelegt.
Japan gegen Holland
Das zweite Achtelfinalspiel, das wir uns anschauen konnten, war Japan gegen Holland. Japan war überlegen, aber durch einen unglaublichen Fehler des japanischen Goalies konnten die Holländerinnen in der Nachspielzeit auf 2:1 verkürzen, sodass es ganz am Schluss noch richtig heiss wurde.
Trockenheit
Kanada gegen die Schweiz
Was soll man sagen? Hart gekämpft, über weite Strecken das Spiel kontrolliert und am Ende doch nichts gewonnen… Ein grosses Lob an die Schweizerinnen, auch wenn sie nicht weiter gekommen sind; das Zuschauen hat Freude gemacht!
Unser Trost: Im Gegensatz zu den Spielerinnen, die heute schon nach Hause fliegen müssen, können wir noch zehn Tage bleiben, Japan gegen Holland schauen und auch noch einen Viertelfinal (wieder mit Kanada).
Rocky Mountaineer
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von Vancouver nach Whistler und umgekehrt zu kommen:
- Mit dem Velo entlang der Autobahn (auf dem Pannenstreifen, kein Witz!)
- Mit dem Privatauto in etwa 90 Minuten
- Mit dem Bus für gut 40 CHF in etwa 2 Stunden
- Mit dem Zug für 160 CHF in etwa 3.5 Stunden
Natürlich haben wir für die Rückfahrt letzteres gewählt und es war wirklich jeden Franken und jede zusätzliche Minute wert! Gemütlich entlang tiefer Schluchten und dem südlichsten Fjord Nordamerikas durch die Gegend zu fahren, interessante Kommentare zu hören und vom hundertjährigen «Open Air»-Wagen aus fotografieren und filmen zu können, war einfach nur gediegen.
Seilpark
In Whistler hat es natürlich auch einen Seilpark. In einer dreistündigen Tour und begleitet / behütet von drei Guides schwebt man fünf Seilen entlang über den Fitzsimmons Creek. Im Vergleich zu unseren Seilparks, wo man selber für sich und seine Sicherheit verantwortlich ist, ist dies eine Hightech-Hochsicherheitsanlage, inklusive automatischem Bremsmechanismus.


